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Rückschau: Przewalski Pferde
Sonntag, 10. Juni 2007
Vom Aussterben bedrohte Wildpferde erleben
Das Naturschutzgebiet Tennenloher Forst liegt südöstlich von Erlangen und wurde bis 1993 als militärischer Truppenübungsplatz, zuletzt von der US-Armee genutzt.
Dadurch entstanden offene Sandlebensräume mit äußerst artenreichen Lebensgemeinschaften, die in ihrer Größe einzigartig in Bayern sind.
Mit dem Abzug der US-Armee verschwanden auch die Panzer, welche die Sandmagerrasen und Heiden offen hielten.
Seit 2003 sorgen nun Urwildpferde auf einer Fläche von rund 50 Hektar auf natürliche Weise dafür, dass die Welt der Sandbewohner wie Heidelerche, Sandlaufkäfer und Blauflügeliger Ödlandschrecke erhalten bleibt. Mit ihrem typischen Verhalten wie Wälzen und Scharren sowie durch den Huftritt schaffen die Pferde immer wieder neue offene Sandflächen, die zum üBerleben der Sandbewohner wichtig sind.
Pferde knabbern auch gerne an Gehölzen; so wird die Ausbreitung der Bäume und die Überalterung des Heidekrauts verhindert. Die Przewalski-Pferde werden aber nicht nur als Landschaftspfleger eingesetzt. Durch die naturnahen Haltungsbedingungen in diesem weitläufigem Gehege werden die Tiere darüber hinaus auf ein Leben in freier Wildbahn vorbereitet, bevor mittelfristig einige in ihrer ursprünglichen Heimat z.B. in Kasachstan ausgewildert werden.
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